Heiliger Johannes Chrysostomos

Heiliger Johannes Chrysostomos

Der Heilige Johannes Chrysostomos, Erzbischof von Konstantinopel, wurde Mitte des vierten Jahrhunderts in Antiochia geboren. Johannes trat früh ins Mönchtum ein, das er als „wahre Philosophie“ bezeichnete. Er verfasste zahlreiche Bücher, die die Grundlage für die christlichen Vorstellungen über die Besonderheiten des priesterlichen Dienstes und des Mönchslebens bildeten. Für seine außergewöhnliche Redekunst erhielt er vom Volk den Beinamen „Chrysostomos” (Goldmund). Als Johannes fünfzig Jahre alt war, wurde er zum Erzbischof von Konstantinopel gewählt. Johannes Chrysostomos starb im Jahr 407 in Komana in Abchasien auf dem Weg in die Verbannung. Er wurde auf Befehl der Kaiserin Eudoxia wegen seiner Anprangerung der Laster am kaiserlichen Hof verurteilt. Die Überführung seiner Reliquien von Komana nach Konstantinopel erfolgte im Jahr 438 unter Kaiser Theodosius II. Der Überlieferung zufolge konnten die Diener des Kaisers den Sarg mit den Reliquien lange Zeit nicht anheben. Da schrieb der Kaiser, der Sohn eben dieser Eudoxia, einen Brief an den Heiligen Johannes. Darin bat er demütig um Vergebung für sich und seine Mutter. Der Brief wurde am Sarg vorgelesen, woraufhin die Reliquien leicht angehoben und auf ein Schiff gebracht werden konnten.