Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt

Das Fest der Himmelfahrt des Herrn erscheint ungewöhnlich: Sein Hauptthema ist die Trennung und damit auch die Traurigkeit. Doch im Kern dieses Festes liegt nicht Trauer, sondern Freude.

Vierzig Tage lang war der auferstandene Erlöser mit seinen Jüngern auf Erden. Er erschien ihnen, lehrte und predigte. Die Apostel wussten, dass diese Freude nicht ewig währen würde – der Erlöser selbst hatte die Trennung vorhergesagt. Und so kam der Tag, an dem der Herr seinen Aposteln gebot, in den nächsten Tagen Jerusalem nicht zu verlassen, sondern auf den „anderen Tröster … den Geist der Wahrheit …“ zu warten. Dann zogen sie alle gemeinsam aus der Stadt hinaus auf den Ölberg. Unterwegs sprach Christus über die Ordnung seiner Kirche auf Erden. Auf dem Gipfel des Berges erklärte der Erlöser den Aposteln, worin ihre wichtigste Bestimmung bestehen würde: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Enden der Erde.“ Dann segnete Jesus alle Jünger. Und dann wurden die Apostel Zeugen eines außergewöhnlichen Wunders – der Herr begann, sich von der Erde zu erheben, und eine leuchtende Wolke verbarg Ihn vor allen Blicken…

Der Evangelist Lukas schreibt, dass die Jünger Christus anbeteten und „mit großer Freude nach Jerusalem zurückkehrten“. Die Trennung wurde zu einem Fest, zu Hoffnung für die ganze Menschheit, zum Beginn des Aufbaus der irdischen Kirche. Ihre Säulen sollten die Apostel werden.

Die Himmelfahrt ist kein Verlust Gottes, kein Bruch mit Ihm, sondern ein Aufruf zur Verwandlung, zum Aufstieg, zur Himmelfahrt nach oben, dem Herrn nach, in Sein Reich.