Die Versammlung der ruhmreichen und allgelobten zwölf Apostel

Die Versammlung der ruhmreichen und allgelobten zwölf Apostel

 

Ganz zu Beginn seines Wirkens wählte Jesus Christus aus all seinen Anhängern zwölf Jünger aus: Simon, den er Petrus nannte, sowie Andreas, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, den Zeloten, Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der später zum Verräter wurde. Jesus folgten große Menschenmengen, besonders nachdem die Menschen seine Wunder gesehen hatten. Doch aus Hunderten oder sogar Tausenden wählte er nur zwölf Männer aus, die sich weder durch ihre Bildung noch durch ihren Beruf auszeichneten. Wer waren sie, warum wurden gerade sie ausgewählt? Der Evangelist Johannes berichtet, wie sich die Menschen nach einer Predigt zu zerstreuen begannen und Jesus zu den Zwölf sagte: „Wollt auch ihr weggehen?“ Simon Petrus antwortete ihm im Namen aller: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Genau dieses Streben nach der Wahrheit, diese Bereitschaft, bis zum Ende bei ihr zu bleiben, unterschied die Apostel von allen anderen Menschen. Sie waren berufen, Zeugnis für Christus abzulegen, und dieses Zeugnis bestand nicht nur aus Worten. Mit ihrem ganzen Leben zeigten die Apostel den Menschen, was Christus der Welt Neues gebracht hatte und was es bedeutet, sein Jünger zu sein. Es ist kein Zufall, dass das Wort „Zeuge“ später zur Bezeichnung für einen Märtyrer wurde – für jemanden, der bereit ist, einen qualvollen Tod auf sich zu nehmen, um den Menschen Christus zu offenbaren. Alle Apostel außer Johannes starben den Märtyrertod, doch ihre Botschaft verbreitete sich in alle Ecken der Erde.