Der Großmärtyrer und Heiler Panteleimon
Der Großmärtyrer und Heiler Panteleimon wurde Ende des dritten Jahrhunderts in der Stadt Nikomedia geboren. Bei seiner Geburt erhielt der Junge den Namen Pantoleon. Sein Vater war Heide, seine Mutter hingegen Christin. Sie wollte den Jungen im Glauben erziehen, starb jedoch früh. Der Vater gab den Jungen in die Lehre des Arztes Euphrosynos. Zu dieser Zeit lebten die Priester Hermolaus, Hermipp und Hermokrates heimlich in der Stadt. Pantoleon kam auf dem Weg zu seinen Unterrichtsstunden an ihrem geheimen Versteck vorbei. Hermolaus sah den Jugendlichen oft und sprach ihn eines Tages an. Er überzeugte sich davon, dass Pantoleon ein aufrichtiger und ehrlicher junger Mann war, der danach strebte, die Wahrheit zu erkennen. Sie unterhielten sich viel über den Glauben. Der Überlieferung zufolge sah Pantoleon einmal auf der Straße ein Kind, das von einer Schlange gebissen worden war. Es lag im Sterben, und als Arzt war der junge Mann machtlos. Da flehte er den Herrn um die Heilung des Kindes an. Das Kind kam wieder zu Leben, und der Arzt ließ sich auf den Namen Panteleimon taufen, was „der Allbarmherzige“ bedeutet. Panteleimon widmete sein Leben den Leidenden, Kranken, Armen und Bedürftigen. Er behandelte alle, die sich an ihn wandten, unentgeltlich und heilte sie im Namen Jesu Christi. Neider verrieten Panteleimon beim Kaiser. Der junge Mann wurde zu Folter und Hinrichtung verurteilt. Doch durch seine Gebete geschahen noch viele Wunder. Sie dauern auch nach dem Tod des Großmärtyrers an, wenn die Gläubigen in ihren Gebeten um seine Fürsprache bitten.
