Die Beschneidung des Herrn

Die Beschneidung des Herrn

Die orthodoxe Kirche feiert am 14. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn.  

Die Überlieferung des Evangeliums besagt, dass Jesus Christus am achten Tag nach seiner Geburt gemäß dem alttestamentarischen Gesetz beschnitten wurde. Der Ritus wurde für alle männlichen Säuglinge als Zeichen des Bundes Gottes mit dem Stammvater Abraham und seinen Nachkommen eingeführt.

Bei der Durchführung dieses Ritus wurde dem göttlichen Kind der Name Jesus („Retter“) gegeben (siehe Matthäus 1, 21), den der Erzengel Gabriel bereits am Tag der Verkündigung an die Jungfrau Maria ausgesprochen hatte.

Nach der Auslegung der Kirchenväter ließ sich Gott der Sohn beschneiden, um den Menschen ein Beispiel für die strikte Einhaltung der göttlichen Gebote zu geben und damit niemand später daran zweifeln konnte, dass Er ein wahrer Mensch war und nicht, wie einige Ketzer lehrten, nur ein Träger von Scheinfleisch.

Im Neuen Testament wurde dieser Brauch der Beschneidung durch das Sakrament der Taufe ersetzt, dessen Vorläufer er war.