Die Heilige Theophanie. Die Taufe unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus

Die Heilige Theophanie. Die Taufe unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus

Das Fest der Theophanie (Epiphanie) ist eines der zwölf wichtigsten orthodoxen Feste und eines der ältesten in der christlichen Kirche. Seine historische Grundlage bildet die Taufe Jesu Christi im Jordan während der Herrschaft von Kaiser Tiberius, als Pontius Pilatus Präfekt von Judäa war.

Zu dieser Zeit predigte Johannes, der Sohn des Priesters Zacharias, und rief das Volk zur Buße und symbolischen Reinigung durch die Waschung im Wasser des Jordans auf. Dafür erhielt er den Namen Vorläufer und Täufer. Die Taufe Christi, der keiner Buße bedurfte, war ein Ausdruck seiner Demut und eine Heiligung des Elements Wasser, woraufhin das Wasser für die Christen zum Symbol der Reinigung und der Annahme der Gnade wurde.

Während der Taufe ereignete sich die Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit: Der Sohn wurde getauft, der Heilige Geist kam in Form einer Taube herab und die Stimme des Vaters ertönte vom Himmel. Dieses Ereignis wird von allen vier Evangelisten beschrieben.

Eine Besonderheit des Festes ist die Große Wasserweihe, die am Heiligabend und am Tag der Theophanie selbst vollzogen wird. Die Tradition der Prozession zum Gewässer und das Baden im Eisloch haben symbolischen Charakter und ersetzen weder die Buße noch die kirchlichen Sakramente.