Die ruhmreichen und allgelobten Ersten Apostel Petrus und Paulus
Die Verehrung der heiligen Apostel Petrus und Paulus begann praktisch unmittelbar nach ihrem Märtyrertod. Schon die ersten Christen verehrten ihre Grabstätten mit tiefer Ehrfurcht als heilige Stätten.
Obwohl die Lebenswege dieser beiden großen Apostel völlig unterschiedlich waren, spielte jeder von ihnen eine herausragende Rolle bei der Verbreitung des christlichen Glaubens. Petrus war bereits zu Lebzeiten Jesu Christi einer seiner engsten Jünger. Er war ein einfacher Fischer aus Galiläa, hatte eine Familie und führte bis zu seiner Berufung ein ganz normales Leben.
Paulus kam hingegen erst wesentlich später zu Christus. Er stammte aus gebildeten Verhältnissen, gehörte zu den Pharisäern und kannte das mosaische Gesetz sehr gut. Für ihn beschränkte sich der Glaube nicht auf theoretisches Wissen – er strebte danach, das Gesetz strikt zu befolgen, und verfolgte deshalb eifrig die ersten Christen, da er sie für gefährliche Ketzer hielt. Genau zu diesem Zweck machte er sich auf den Weg nach Damaskus.
Petrus zeichnete sich durch einen nicht minder leidenschaftlichen Charakter aus, doch sein Eifer zeigte sich auf andere Weise. Er war es, der als Erster offen zu Jesus bekannte mit den Worten: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, lange vor dessen Auferstehung.
Im Leben beider Apostel kam es zu einem entscheidenden Wendepunkt. Auf dem Weg nach Damaskus erschien der auferstandene Christus dem Paulus, und von diesem Moment an widmete er sein ganzes Leben der Verkündigung dessen, den er zuvor verfolgt hatte. Für Petrus hingegen wurde seine dreimalige Verleugnung des Meisters zum entscheidenden Wendepunkt. Dieses Versagen beklagte er bis ans Ende seiner Tage mit tiefer Reue.
Was verbindet diese so unterschiedlichen Menschen? Ihre grenzenlose Liebe zu Christus. Gerade diese Liebe gab ihnen die Kraft, Verfolgungen, Gefangenschaft und den Märtyrertod zu durchstehen und ihrem Erlöser bis zum Ende treu zu bleiben.
