Die Verklärung unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus

Die Verklärung unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus

Die Verklärung des Herrn gehört zu den zwölf großen Festen, d. h. zu den zwölf bedeutendsten Ereignissen aus dem irdischen Leben Christi und der Gottesmutter. Die Beschreibung dieses Ereignisses findet sich in drei Evangelien. Dort heißt es, dass Christus einmal zu seinen Jüngern sagte, einige von ihnen würden noch zu Lebzeiten das Reich Gottes sehen. Es kam der Tag, an dem der Erlöser die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes mitnahm und mit ihnen auf einen hohen Berg stieg. Plötzlich verwandelte sich Christus, seine Gewänder und sein Antlitz strahlten wie Schnee. Zwei Gerechte des Alten Testaments erschienen – die Propheten Elija und Mose. Sie sprachen mit Christus darüber, dass er bald zum himmlischen Vater zurückkehren werde. Plötzlich hüllte eine strahlend helle Wolke den Berg ein. Die Apostel verspürten eine so unbeschreibliche Freude und Glückseligkeit, dass Petrus, unfähig, seine Gefühle zu zügeln, ausrief: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“ Und aus der Wolke ertönte eine Stimme: „Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ Die verblüfften Apostel fielen zu Boden. Der Erlöser verbot seinen Jüngern, vor seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung über das Gesehene zu sprechen. Er bereitete sie gewissermaßen auf die Leiden und Demütigungen von Golgatha vor. Denn viele Apostel sahen in Christus in erster Linie einen Anführer und zukünftigen König, der das Land von der römischen Herrschaft befreien würde. Der Erlöser hingegen zeigte, dass er trotz seiner göttlichen Natur freiwillig die Qualen am Kreuz für die gesamte Menschheit auf sich nahm.