Ikonen der Mutter Gottes, genannt „Die Herrschende“

Ikonen der Mutter Gottes, genannt „Die Herrschende“

Das wundertätige Bildnis der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wurde im Jahr 1917 am Tag der Abdankung von Kaiser Nikolaus II. gefunden. Der Bäuerin Evdokija Andrianowa erschien zweimal die Allerheiligste Gottesmutter und wies auf die Kirche im Dorf Kolomenskoje hin, wo eine vergessene schwarze Ikone zu finden sei. Im Keller der Kirche der Himmelfahrt des Herrn wurde eine große, vom Zahn der Zeit verdunkelte Ikone gefunden. Als man sie restaurierte, sah man die Darstellung der Königin des Himmels als Königin der Erde. Die Gottesmutter thronte auf einem Thron, gekleidet in ein Gewand, das an eine königliche Mantie erinnerte. In ihrer rechten Hand hielt sie ein Zepter, die linke Hand ruhte auf einem Reichsapfel, auf dem Kopf trug sie eine Königskrone, umgeben von einem goldenen Heiligenschein. Auf den Knien der Gottesmutter saß der junge Jesus Christus in hellem Gewand, die rechte Hand zum Segen erhoben. Das Zusammentreffen der Erscheinung der Ikone mit der Abdankung des Kaisers sowie die Besonderheiten des offenbarten Bildnisses wurden vom Volk als Symbol gedeutet. Dies ist ein symbolisches Zeugnis für die Übertragung der höchsten königlichen Macht und der Fürsorge für Russland an die Gottesmutter selbst. Die Ikone der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wird als wundertätig verehrt.