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Der Apostel und Evangelist Markus

Der Apostel und Evangelist Markus wurde in Jerusalem geboren. Er war etwas jünger als die zwölf engsten Jünger Christi. Markus war der Neffe des Apostels Barnabas. Das Haus seiner Mutter Maria lag in der Nähe des Gethsemane-Gartens. Deshalb sah Markus in der Nacht der Kreuzesleiden des Herrn vieles und folgte dem Erlöser. Nach der Himmelfahrt des Herrn versammelten sich die Apostel und Mitglieder der christlichen Gemeinde nicht selten in diesem gastfreundlichen und offenen Haus. Markus selbst folgte seinen älteren Gefährten – den Aposteln Petrus, Paulus und Barnabas. In seinem Ersten Brief spricht der Apostel Petrus liebevoll von Markus und nennt ihn seinen geistlichen Sohn. Mit dem Segen des Petrus gründete Markus die Kirche in Ägypten und war der erste Bischof von Alexandria. Er gründete dort eine christliche Schule, aus der später so berühmte Kirchenväter und Lehrer wie Clemens von Alexandria, der Heilige Dionysius, der Heilige Gregor der Wundertäter und andere hervorgingen. Im Jahr 62 besuchte Markus den Apostel Paulus im römischen Gefängnis. Der Überlieferung zufolge schrieb der Apostel Markus dort das Evangelium. Viele Besonderheiten seiner Erzählung hängen mit seiner Nähe zum Apostel Petrus zusammen. Er gibt einen detaillierten Bericht über Ereignisse, deren Augenzeuge gerade der Apostel Petrus war.

 

 

Der Großmärtyrer Georg der Siegesreiche

 

Der Großmärtyrer Georg lebte an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert. Er wurde in Beirut geboren, einer Stadt am Fuße des Libanongebirges. Seine Eltern waren wohlhabende, fromme Christen. Der kräftige, gutaussehende junge Mann schien wie geschaffen für den Militärdienst. Georg zeichnete sich durch seinen Verstand, seine Tapferkeit und sein Geschick aus. Es ist eine Überlieferung über Georgs Sieg über eine Schlange erhalten geblieben, die in der Nähe von Beirut lebte und junge Männer und Frauen verschlang. Der edle Krieger tötete nicht nur das Ungeheuer, sondern bekehrte auch die Bewohner jener Gegend zum Christentum. Georg machte rasch eine glänzende Karriere, trat in den Militärrat unter Kaiser Diokletian ein und wurde dessen Günstling. Doch der Herrscher hatte sich zum Ziel gesetzt, das im Römischen Reich aussterbende Heidentum wiederzubeleben und das Christentum auszurotten. Georg beschloss, sein Schicksal mit seinen Glaubensbrüdern zu teilen. Er verteilte seinen Besitz an die Armen, befreite seine Sklaven, erschien vor dem Kaiser und prangerte dessen Grausamkeit und Ungerechtigkeit an. Nach erfolglosen Versuchen, ihn zum Abfall vom Christentum zu bewegen, befahl der Kaiser, den Krieger zu foltern. Georg ertrug die Qualen geduldig. Für seinen Mut und seinen geistigen Sieg über die Henker wird der Großmärtyrer Georg auch „der Siegreiche“ genannt. In diesem Namen liegt auch ein Hinweis auf die wundersame Hilfe, die der Heilige den Menschen durch Gebete zu ihm gewährt.

Die Selige Matrona von Moskau

 

Die Selige Matrona von Moskau, mit bürgerlichem Namen Matronja Dmitrijewna Nikonowa, wurde im Jahr 1881 im Gouvernement Tula geboren. Das Mädchen war von Geburt an blind. Der Überlieferung zufolge wollten ihre Eltern sie zunächst in einem Waisenhaus unterbringen. Doch die Mutter änderte ihre Meinung, nachdem sie einen ungewöhnlichen Traum hatte: Ein weißer Vogel von außergewöhnlicher Schönheit, der jedoch blind war, ließ sich auf ihrer Brust nieder. Die Hagiographie berichtet, dass Matrona bereits im Alter von acht Jahren Kranke heilte und die Gabe der Hellseherei besaß. Mit achtzehn Jahren verlor das Mädchen die Gebrauchsfähigkeit ihrer Beine. Ab ihrem fünfundzwanzigsten Lebensjahr lebte Matrona in Moskau. Sie fand Zuflucht bei Freunden und Bekannten. Gläubige strömten zu der Prophetin – auf der Suche nach Rat, geistiger und körperlicher Heilung. Es sind zahlreiche Zeugnisse erhalten geblieben, wie ihre Gebete den Menschen halfen. Nach dem Tod der Gerechten im Jahr 1952 wurde ihr Grab zu einem Wallfahrtsort. Es war, als hätten sich ihre Worte erfüllt: „Kommt alle, kommt alle zu mir und erzählt mir wie einem Lebenden von euren Sorgen, ich werde euch sehen und hören und euch helfen.“ Die Verehrung der seligen Matrona wuchs, durch Gebete zu ihr geschahen zahlreiche Wunder und Heilungen. Im Jahr 1998 wurden die Reliquien der alten Frau in das Frauenkloster der Heiligen Schutzmantel-Marien überführt. Im Jahr 2004 wurde Matrona von Moskau zur Heiligen erklärt.