Category Archive : Uncategorized

Der Ehrwürdige Athanasius vom Berg Athos

 

Der Ehrwürdige Athanasius vom Berg Athos wurde im 10. Jahrhundert in Trebizond geboren. Der Heilige verlor früh seine Eltern und wurde von einer Nonne aufgezogen. Nach seiner Ausbildung in Byzanz wurde der Ehrwürdige Athanasius Lehrer. Im Jahr 960 ließ sich Athanasius als Einsiedler auf dem Heiligen Berg Athos nieder. Später gründete der Ehrwürdige dort ein Gemeinschaftskloster mit strenger Ordensregel und wurde dessen Abt. Für sein heiliges Leben erhielt der Ehrwürdige Athanasius von Gott die Gabe der Wundertätigkeit – durch das Zeichen des Kreuzes konnte er Kranke heilen. Der Ehrwürdige wusste im Voraus, wann und unter welchen Umständen er sterben würde, und bat die Bruderschaft, sich nicht von dem, was geschehen würde, beirren zu lassen. Eines Tages stieg er nach dem Gebet zusammen mit sechs Mönchen auf das Dach der Kirche, um den Bau zu begutachten, und da stürzte die Kirche unerwartet ein. Die Mönche kamen zusammen mit ihrem Abt unter den Trümmern ums Leben. Nach dem Tod des Ehrwürdigen begannen die Mönche in dem von ihm gegründeten Kloster, getrennte Haushalte zu führen, und jeder verwaltete sein Vermögen eigenständig. Erst im Juli 1981 kehrte die Lavra nach vielen Jahrhunderten zur gemeinschaftlichen Lebensweise zurück. An dem Tag, an dem dieses Ereignis auf dem Berg Athos gefeiert wurde, trat auf dem Glas des Ikonen-Kiosks, der am Grab des Ehrwürdigen Athanasius steht, wohlriechendes Myron hervor, was die Zustimmung des Heiligen bezeugte.

 

 

Der Ehrwürdige Andrej Rubljow

 

Die historischen Informationen über den Ehrwürdigen Andrej Rubljow sind äußerst spärlich.

Über seine Herkunft ist nichts mit Sicherheit bekannt. Allerdings lässt das Vorhandensein eines Familiennamens – Rubljow – vermuten, dass der Ehrwürdige aus einer vornehmen, gebildeten Familie stammte, da im 14. Jahrhundert nur Angehörige der höchsten Gesellschaftsschichten Familiennamen trugen. Einige Chroniken enthalten kurze Erwähnungen des Ikonenmalers Andrej; in diesen Zeugnissen wird die außergewöhnliche Weisheit des Ehrwürdigen hervorgehoben. Am deutlichsten zeugen jedoch seine Werke vom Heiligen Andrej. Es wird allgemein angenommen, dass Andrej Rubljow seine malerischen Fähigkeiten in Byzanz und Bulgarien erlernte. Der heilige Andrej arbeitete eine Zeit lang mit Theophan dem Griechen zusammen und war möglicherweise dessen Schüler. Der Ehrwürdige Andrej bemalte die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale im Moskauer Kreml, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Zvenigorod sowie die Dreifaltigkeitskathedrale in der Troizko-Sergijew-Lawra. Es ist bekannt, dass seine Ikonen bereits zu Lebzeiten hoch geschätzt und als wundertätig verehrt wurden. Aus der Hand des Heiligen Andrej Rubljow stammt das berühmte Bild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, das bis heute als unübertroffenes Vorbild in der Ikonenmalerei gilt. Dem Heiligen Andrej Rubljow ist der gleichnamige Film des Regisseurs Andrej Tarkowski gewidmet.

Der fromme Zar Nikolai Alexandrowitsch und seine Familie

 

Die erste Begegnung des sechzehnjährigen Thronfolgers von Russland, des Zarewitsch Nikolai, und der noch sehr jungen deutschen Prinzessin Alice fand im Jahr 1884 statt. Zwischen den jungen Menschen entstand eine feste Freundschaft, die sich später zu einer tiefen und immer stärker werdenden Liebe entwickelte. Im Jahr 1894 fand die Hochzeit von Nikolaus und Alice statt, die durch die Salbung in die orthodoxe Kirche aufgenommen wurde und den Namen Alexandra erhielt. Ein Jahr nach der Hochzeit kam die erste Tochter zur Welt – Großfürstin Olga –, gefolgt von Tatjana, Maria und Anastasia. Bald erfüllte sich auch der sehnlichste Wunsch des Zarenpaares: Der Thronfolger, Zarewitsch Alexei, wurde geboren. Im Leben von Kaiser Nikolaus II. gab es gewissermaßen zwei getrennte Abschnitte – seine Regierungszeit und die Zeit seiner Gefangenschaft. Geboren am Gedenktag des leidensreichen Hiob, nahm der Herrscher sein Kreuz wie ein biblischer Gerechter auf sich und ertrug die Prüfungen standhaft, sanftmütig und ohne den geringsten Anflug von Murren. Selbst in den schwersten Tagen nach der Abdankung des Zaren vom Thron blieben der Kaiserin Alexandra ihre Güte und ihr Seelenfrieden erhalten. Trost beim Ertragen der Leiden fanden die kaiserlichen Gefangenen im Gebet, im Lesen geistlicher Bücher, im Gottesdienst und in der Kommunion… In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli wurde die Zarenfamilie in Jekaterinburg im Keller des Ipatjew-Hauses erschossen. Im Jahr 2000 wurden die königlichen Leidensmärtyrer heiliggesprochen.