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Der heilige, fromme Fürst Daniel von Moskau

Der heilige, fromme Fürst Daniel von Moskau wurde im Jahr 1261 in Wladimir geboren. Er war der vierte Sohn des heiligen Alexander Newski. Der Junge verlor früh seine Eltern. Im Alter von elf Jahren erhielt er Moskau mit den angrenzenden Gebieten als Lehen. Zu jener Zeit war das Fürstentum Moskau klein und unbedeutend. Doch mit der Zeit festigte und erweiterte Fürst Daniel es. In Zeiten innerer Unruhen trat Daniel oft als Vermittler zwischen verfeindeten Fürsten auf. Niemals griff Fürst Daniel zu den Waffen, um fremde Länder zu erobern. Doch mehrmals stellte er eine Truppe auf, um Moskau zu verteidigen. So errang er im Jahr 1300 einen Sieg über die Truppen von Rjasan und der Horde. Dies war der erste Sieg russischer Truppen über das mongolisch-tatarische Heer. Bald darauf starb Daniils kinderloser Neffe, der Fürst von Perjaslawl, Ioann. Er vermachte seine Ländereien Moskau. So begann der Aufstieg der zukünftigen Hauptstadt des russischen Staates, und der Grundstein für die Vereinigung der russischen Länder wurde gelegt. Im Jahr 1303 erkrankte Fürst Daniil schwer. Vor seinem Tod trat er in das von ihm gegründete Danilow-Kloster ein.

Ikonen der Mutter Gottes, genannt „Die Herrschende“

Das wundertätige Bildnis der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wurde im Jahr 1917 am Tag der Abdankung von Kaiser Nikolaus II. gefunden. Der Bäuerin Evdokija Andrianowa erschien zweimal die Allerheiligste Gottesmutter und wies auf die Kirche im Dorf Kolomenskoje hin, wo eine vergessene schwarze Ikone zu finden sei. Im Keller der Kirche der Himmelfahrt des Herrn wurde eine große, vom Zahn der Zeit verdunkelte Ikone gefunden. Als man sie restaurierte, sah man die Darstellung der Königin des Himmels als Königin der Erde. Die Gottesmutter thronte auf einem Thron, gekleidet in ein Gewand, das an eine königliche Mantie erinnerte. In ihrer rechten Hand hielt sie ein Zepter, die linke Hand ruhte auf einem Reichsapfel, auf dem Kopf trug sie eine Königskrone, umgeben von einem goldenen Heiligenschein. Auf den Knien der Gottesmutter saß der junge Jesus Christus in hellem Gewand, die rechte Hand zum Segen erhoben. Das Zusammentreffen der Erscheinung der Ikone mit der Abdankung des Kaisers sowie die Besonderheiten des offenbarten Bildnisses wurden vom Volk als Symbol gedeutet. Dies ist ein symbolisches Zeugnis für die Übertragung der höchsten königlichen Macht und der Fürsorge für Russland an die Gottesmutter selbst. Die Ikone der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wird als wundertätig verehrt.

Die selige Matrona von Moskau

Die selige Matrona von Moskau, mit bürgerlichem Namen Matrona Dmitrijewna Nikonowa, wurde 1881 in der Provinz Tula geboren. Das Mädchen war von Geburt an blind. Der Überlieferung zufolge wollten ihre Eltern sie zunächst in einem Waisenhaus unterbringen. Doch ihre Mutter änderte ihre Meinung, nachdem sie einen ungewöhnlichen Traum hatte: Ein weißer Vogel von außergewöhnlicher Schönheit, aber blind, setzte sich auf ihre Brust. Die Lebensbeschreibung berichtet, dass Matrona bereits im Alter von acht Jahren Kranke heilte und die Gabe der Hellseherei besaß. Mit achtzehn Jahren verlor das Mädchen die Gebrauchsfähigkeit ihrer Beine. Ab ihrem fünfundzwanzigsten Lebensjahr lebte Matrona in Moskau. Sie fand Zuflucht bei Freunden und Bekannten. Gläubige strömten zu der Prophetin, um Rat, geistige und körperliche Heilung zu suchen. Es gibt zahlreiche Zeugnisse dafür, wie ihre Gebete den Menschen geholfen haben. Nach dem Tod der Gerechten im Jahr 1952 wurde ihr Grab zu einem Wallfahrtsort. Es war, als hätten sich ihre Worte erfüllt: „Kommt alle zu mir und erzählt mir von euren Sorgen, ich werde euch sehen und hören und euch helfen.“ Die Verehrung der seligen Matrona wuchs, durch Gebete zu ihr geschahen zahlreiche Wunder und Heilungen. Im Jahr 1998 wurden die Reliquien der Alten in das Frauenkloster der Heiligen Schutzmantelmadonna überführt. Im Jahr 2004 wurde Matrona von Moskau zur Heiligen erklärt.