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26 Februar 2022 – Botschaft des Erzbischofs von Rusa Tichon an die Geistlchen, Mönche und Nonnen der Diözese von Berlin und Deutschland

„Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 
auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.
Denn Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute
und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“. (Mt 5, 44-45)

In Christus geliebte Väter, Brüder und Schwestern, Kinder der Heiligen Kirche!

Die Ereignisse, die derzeit in der Welt geschehen, haben schmerzliche Auswirkungen auf die Herzen aller Geistlichen und Gläubigen der Russischen Orthodoxen Kirche, unabhängig von ihrer nationalen Zugehörigkeit. Als orthodoxe Christen wissen wir: Das Einzige, was in der sich verkomplizierenden Situation wirklich helfen, was Kraft spenden, trösten und Hoffnung geben kann, ist unser Gebet zu Gott: Das Gebet für die Menschen, die sich in Not befinden, wie für diejenigen, die heute Verantwortung tragen für die Zukunft Europas und der ganzen Welt, für die Befriedung der feindlichen Seiten.

Daher beten wir unablässig bei jedem Gottesdienst „um Frieden von oben“, und natürlich beten wir schon seit vielen Jahren für den Frieden in der Ukraine und tun auch alles, was in unseren Kräften steht, um den Bedürftigen zu helfen.

Die Orthodoxe Kirche ist keine politische Vereinigung. Sie kümmert sich vielmehr um die geistliche Betreuung der Gläubigen. Die Menschen kommen in die Kirche, um an den Sakramenten teilzuhaben, um zu beten, um über ihre geistlichen Probleme zu sprechen, um Trost und Hilfe zu erhalten. Aufgabe der Kirche ist es in dieser Zeit in jeder Hinsicht am Frieden mitzuwirken und am gegenseitigen Verstehen, der Liebe aller Gemeindemitglieder zueinander und einen Raum zu bieten, der frei bleibt von politischen Bekundungen und nationalen Ambitionen jeder Art.

Ich möchte hier auch darauf hinweisen, dass das Moskauer Patriarchat in seiner geistlichen Fürsorge orthodoxe Menschen ganz verschiedener Nationalitäten betreut. Hier in Deutschland umfassen unsere multinationalen Gemeinden nicht nur Russen und Ukrainer, sondern auch Belorussen, Moldawier, Georgier und viele andere, nicht zuletzt auch Deutsche. Es ist für uns völlig inakzeptabel, die Menschen unter nationalen Vorzeichen aufzuteilen. Wir freuen uns über alle, die in unsere Gotteshäuser kommen, gleich welcher Herkunft oder politischen Präferenzen.

Natürlich können sowohl die Geistlichen wie auch die Gläubigen unserer Diözese unterschiedliche Ansichten zu den Geschehnissen haben, aber wir dürfen Konflikte aus der politischen Sphäre nicht in unsere Kirchengemeinden hineinzutragen, indem wir die eine oder andere Position einnehmen. Gerade in einer so schwierigen Situation wie der derzeitigen ist das Wichtigste, den Frieden zu wahren, besonders in unseren Gemeinden. Diejenigen, die mit allen Mitteln versuchen, diesen Frieden zu stören und die Situation zu verschärfen müssen ihr Gewissen prüfen.

Handeln wir in allem als Diener des Friedens, dessen eingedenk, dass man ohne den Frieden und die Liebe Christi kein wahrer Jünger des Herrn sein kann! Ich rufe ich alle Geistlichen und Laien der Diözese auf, ihre Gebete für den Frieden zu verstärken, sowohl zu den Zeiten der Gottesdienste als auch im ihrem privaten Leben. Möge der Herr, der Fürst des Friedens, uns allen gnädig sein.

Mit der Liebe des Herrn

+ TICHON, Erzbischof von Rusa
Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland

 

Botschaft des Erzbischofs von Rusa Tichon an die Geistlchen, Mönche und Nonnen der Diözese von Berlin und Deutschland

Wichtige Information

Liebe Brüder und Schwestern, an diesem Samstag muss die Liturgie um 10:00h leider ausfallen.

 

Unsere Hilfe für die Leidenden in der UkraineWir sind orthodoxe Christen aus der Gemeinde des Hl. Konstantin und Helena Kirche in Köln und gehören nach dem kanonischem Recht der Berliner Diözese des Moskauer Patriarchat an.  Zu unserer Gemeinde gehören Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, wie aus Deutschland, Russland, aus der Ukraine, Weißrussland, Baltischen Ländern, Kasachstan, Rumänien, Bulgarien usw. Alle zusammen feiern wir Liturgie und gehen unseren Weg auf Gott hin.Gemeinsam mit vielen Christen auf der ganzen Welt sind wir über den Militäreinsatz in der Ukraine, über das Leid und Schmerz unserer ukrainischen Geschwister und deren Not erschüttert und fassungslos. Wir beten und helfen Notleidenden mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Unsere kleine Gemeinde hat schon viel Geld für Medikamente und für die Unterstützung von Fluchtlinien gesammelt. Spenden auch Sie für die Notleidenden in der Ukraine. Ihre Spende kommt sofort da an, wo die Menschen sie brauchen. Sie können Ihre Spende auf das unten angegebene Konto mit dem Vermerkt „Ukraine in der Not“ überweisen. Bei Bedarf erstellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung.

Falls Sie uns bei der Koordination der Hilfsgüter, der Unterbringung der Flüchtlinge oder auch mit juristischen Rat helfen möchten, wären wir Ihnen sehr dankbar! Bitte leiten Sie diese Information an Ihre Freunde und Bekannten. Jede Hilfe zählt!Bankverbindung: Postbank KölnKontoinhaber: Hll. Konstantin und Helena Gemeinde KölnIBAN: DE26 3701 0050 0289 8565 06BIC: PBNKDEFF Verwendungszweck: Spende / Ukraine in der Not