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Der heilige Tichon, Patriarch von Moskau

Der zukünftige Patriarch Tichon, Wassili Iwanowitsch Belawin, wurde 1865 in der Provinz Pskow in einer Priesterfamilie geboren. Wassili absolvierte eine theologische Schule, ein Priesterseminar und eine theologische Akademie. Im Alter von 26 Jahren trat er unter dem Namen Tichon ins Mönchtum ein. Nachdem er Bischof geworden war, wirkte der heilige Tichon zunächst in der Stadt Holm im heutigen Polen, dann in Amerika und Alaska, wo er viel für die Entwicklung der Orthodoxie tat.
Später, als Leiter der Diözese Jaroslawl, reiste St. Tichon zu Pferd, zu Fuß oder mit dem Boot in abgelegene Dörfer, besuchte Klöster und Bezirksstädte. Während des Ersten Weltkriegs besuchte er Lazarette, segnete und ermutigte die Truppen.
1917 wurde auf dem Konzil der Russischen Orthodoxen Kirche die Frage der Wiedereinsetzung des Patriarchats aufgeworfen. Das Los fiel auf den Heiligen Tichon, der damals bereits Metropolit von Moskau war.
Anfang der 20er Jahre wurde unter dem Vorwand, den Hungernden zu helfen, ein Versuch unternommen, die Kirche zu zerschlagen. Patriarch Tichon segnete daraufhin die Schenkung von kirchlichen Wertgegenständen, widersetzte sich aber dem Eingriff in die heiligen Güter. Daraufhin wurde er verhaftet und war ein Jahr lang inhaftiert. Sowohl vor als auch nach seiner Verhaftung wurden Anschläge gegen den Patriarchen organisiert.Im Jahr 1925, am Fest der Verkündigung, verstarb Patriarch Tichon. “Lasst euch nicht vom Bösen überwinden. Überwinde das Böse mit dem Guten”, waren seine letzten Worte.

Apostel Johannes der Theologe, Evangelist

“Im Anfang war das Wort…” – diese ersten Zeilen des Johannesevangeliums sind jedem bekannt. Wer war der Autor eines der heiligen Bücher des Christentums? Der heilige Apostel Johannes der Theologe ist der engste und beliebteste Jünger von Jesus Christus. Er war mehr als einmal Zeuge seiner Wunder und seiner Herrlichkeit. Er war der einzige der Jünger, der in der Nähe des gekreuzigten Christus am Kreuz blieb. Und ihm vertraute der Heiland die Sorge für seine Mutter Maria an. Nach der Himmelfahrt der heiligen Theotokos ging der Apostel Johannes wie die anderen Jünger, um zu predigen. Während der Zeit der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Domitian wurde Johannes auf die Insel Patmos verbannt. Er bekehrte viele der Einheimischen zum christlichen Glauben. Das wichtigste Vermächtnis von Johannes dem Theologen war jedoch das Evangelium. Der Legende nach betete der heilige Apostel drei Tage lang allein auf einem Berggipfel, bevor er das Buch seinem Jünger diktierte. Dort, auf Patmos, wurde Johannes die Offenbarung oder Apokalypse gegeben, das geheimnisvollste Buch des Neuen Testaments, das Prophezeiungen über das Ende der Welt enthält. Der Apostel Johannes lebte mehr als 100 Jahre lang. An seinem Grab in Ephesus ereignen sich bis zum heutigen Tag Wunder.

Die Erhöhung des heiligen Kreuzes

Die Erhöhung des Kreuzes ist eines der zwölf wichtigsten christlichen Feste. Sie werden auch die Zwölf Großen Feste genannt. An diesen Tagen gedenkt die Kirche der wichtigsten Ereignisse im irdischen Leben des Erlösers und der seligen Jungfrau Maria. Doch die Kreuzerhöhung ragt aus dieser Reihe heraus. Die Ereignisse, derer die Kirche an diesen Tagen gedenkt, fanden formell vier Jahrhunderte nach dem Leiden Christi am Kreuz und seiner Auferstehung statt. Im Jahr dreihundertfünf regierte Konstantin der Große im Römischen Reich. Er beendete die Verfolgung von Christen und unterstützte Kirchen und Gemeinden. Seine Mutter, Königin Helena, reiste ins Heilige Land, um festzustellen, wo genau die Ereignisse des Evangeliums stattgefunden hatten. Dreihundert Jahre lang hatte sich in Jerusalem alles verändert. Die Stadt wurde wiederholt zerstört, wieder aufgebaut und umbenannt. An der Stelle von Golgatha und dem Heiligen Grab wurden heidnische Tempel errichtet. Die Treuhänder der Königin Helena befragten die Einwohner der Stadt. Es ist ihnen gelungen, den ungefähren Ort der Leiden des Erlösers zu ermitteln. Dort haben die Ausgrabungen begonnen. Der Legende nach wurden drei Kreuze gefunden. Das Wunder hat dazu beigetragen, festzustellen, welche von ihnen – die Kreuzigung von Christus. Zu dieser Zeit kam ein Leichenzug vorbei. Als die echte Kreuzigung an dem Verstorbenen vorgenommen wurde, wurde er wieder auferweckt.