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Die Geburt der Allerheiligsten Jungfrau Maria, der Theotokos und der Heiligen Jungfrau Maria

Das Fest Mariä Geburt ist eines der zwölf wichtigsten christlichen Feste.  Am Fest Mariä Geburt erinnert sich die Kirche an ein wunderbares Ereignis, das sich im Land Israel zugetragen hat. Der Überlieferung nach lebte das Ehepaar Joachim und Anna in Nazareth. Sie waren beide rechtschaffene, gutherzige Menschen, hatten aber keine Kinder. In Israel galt dies als Zeichen dafür, dass die Menschen nicht gottgefällig waren. Eines Tages weigerte sich der Priester im Tempel in Jerusalem, Joachims Gaben anzunehmen. Anna erfuhr davon und weinte bitterlich: „Sogar Vögel haben Kinder, aber wir haben keinen solchen Trost in unserem Alter. Plötzlich erschien ihr ein Engel des Herrn. Er sagte: „Du wirst schwanger werden und eine Tochter gebären, die über alles gesegnet ist. Durch sie werden auch alle Völker der Erde den Segen Gottes empfangen.“ Joachim befand sich zu dieser Zeit in der Wüste und betete zum Herrn um Hilfe. Auch ihm erschien ein Engel. Er sagte, dass sein Gebet erhört worden sei und das Paar eine Tochter bekommen würde, die der ganzen Welt Freude bereiten würde. Das Paar traf sich im Tempel in Jerusalem, betete und verehrte den Herrn und kehrte dann nach Nazareth zurück. Neun Monate später bekamen Joachim und Anna ein kleines Mädchen, das sie Maria nannten.

 

Die Enthauptung des Kopfes des Propheten, Vorläufers und Täufers des Herrn Johannes

Johannes der Täufer starb im zweiunddreißigsten Jahr der Geburt Christi. Dieser Prophet und Gerechte taufte Christus im Jordan und war Zeuge des Dreikönigswunders. Das Matthäus- und das Markusevangelium berichten über die letzten Tage von Johannes dem Täufer. Er wurde von Herodes Antipas, dem Herrscher von Galiläa, eingekerkert. Johannes tadelte ihn, weil Herodes seine rechtmäßige Frau verlassen hatte und offen mit Herodias, der Frau seines Bruders, lebte. Eines Tages tanzte Herodias’ Tochter Salome bei einem Fest und gefiel dem König so gut, dass er versprach, ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Ihre Mutter überredete Salome, Herodes um den Kopf von Johannes dem Täufer zu bitten. Der König war betrübt, denn er hatte dem Propheten gehorcht und fürchtete den Zorn Gottes, wenn er ihn tötete. Aber noch mehr fürchtete er, den Eid zu brechen, den er vor den Gästen geschworen hatte. Herodes befahl, Johannes den Täufer hinzurichten. Sein Haupt wurde zu Herodias gebracht, die es missbrauchte und anordnete, es ohne Ehrfurcht zu begraben. Doch die fromme Frau des Hausherrn fand die Reliquie und begrub sie auf dem Ölberg. Später wurde das Heiligtum wiedergefunden. All diese Ereignisse werden von der Kirche mit Trauer und feierlicher Freude bedacht.

 

DIE ANNAHME DER HEILIGSTEN MUTTER GOTTES UND DER MUTTER DER SCHMERZEN MARIA

Die Entschlafung der Allerheiligsten Theotokos ist eines der zwölf bedeutendsten Feste, die mit dem Leben Christi und der Mutter Gottes verbunden sind. Heute gedenkt die Kirche des Todes der heiligsten Jungfrau Maria. Vor seiner Himmelfahrt übertrug Christus die Sorge für die Gottesmutter Johannes dem Theologen. Wie die Apostel bestätigte auch die Mutter Gottes das Christentum und verkündete die Botschaft vom Erlöser der Welt. Sie besuchte Ephesus, Zypern und Neu-Athos. Die Umstände der Entschlafung der Gottesmutter sind in der orthodoxen Kirche seit der apostolischen Zeit bekannt. Nach der Überlieferung erschien der Erzengel Gabriel kurz vor ihrem Tod der Jungfrau Maria. Er kündigte den baldigen Übergang der Jungfrau Maria ins ewige Leben an und überreichte ihr einen Palmzweig. In diesen Tagen versammelte der Heilige Geist alle Apostel in Jerusalem. Johannes der Theologe überbrachte ihnen die Nachricht von Leid und Freude zugleich. Die Jünger Christi erkannten, dass sie hier waren, um den Segen der heiligen Jungfrau zu empfangen. Plötzlich erstrahlte ein außergewöhnliches Licht in dem Raum. Christus selbst stieg mit den Engeln vom Himmel herab. Ohne körperliches Leiden, als wäre sie eingeschlafen, übergab die Theotokos ihre Seele an ihn. Die Apostel begruben den Leib der Jungfrau Maria in einer Höhle und verschlossen die Tür mit einem Stein. Am dritten Tag kam der Apostel Thomas in Jerusalem an, er sah die Beerdigung nicht und bedauerte sie bitterlich. Die anderen hatten Mitleid mit Thomas, öffneten den Sarg, fanden aber nur Leichentücher. So waren sie von der leiblichen Himmelfahrt der Mutter Gottes überzeugt.Am Abend erschien die Heilige Jungfrau Maria selbst den Aposteln und sagte: “Freut euch! Ich bin bei euch alle Tage. Damals wie heute ist die Heilige Jungfrau Maria die himmlische Fürsprecherin aller Gläubigen vor dem Herrn und die Hoffnung aller Christen.