Der heilige Gerechte Johannes, der Wundertäter von Kronstadt, wurde im Jahr 1829 in der Provinz Archangelsk als Sohn eines Dorfdiakons geboren. Johannes absolvierte die Theologische Akademie in Sankt Petersburg und träumte von der Missionsarbeit in Sibirien und Nordamerika. Wie er selbst erzählte, beschloss Johannes zu bleiben, als er sah, dass die Bewohner der Hauptstadt „Christus nicht besser kennen als die Wilden in irgendeinem Patagonien“. Er erhielt eine Stelle in Kronstadt und wurde dort schnell als mitfühlender und gläubiger Seelsorger bekannt. Nach und nach kamen zu den Erzählungen über seine Hilfe für die Armen Geschichten über wundersame Heilungen hinzu, die durch die Gebete von Pater Ioann bewirkt worden waren. Seine eindringlichen, aufrichtigen Predigten zogen die Gemeindemitglieder an. Der Ruf von Pater Johannes verbreitete sich in ganz Russland. Er half vielen Kirchen und Klöstern, wurde aber vor allem durch die Einrichtung von Suppenküchen, Krankenstationen und Werkstätten für die Armen berühmt. Im gesellschaftspolitischen Leben wurde er durch seine Auseinandersetzung mit den kirchenfeindlichen Artikeln von Lew Tolstoi bekannt. Das Tagebuch von Pater Johannes von Kronstadt „Mein Leben in Christus“ bleibt ein eindrucksvolles Dokument seiner Zeit und ein bemerkenswertes Zeugnis des Lebens dieses großen Hirten. Der heilige Gerechte Johannes von Kronstadt wurde auf dem Lokalen Konzil im Juni 1990 heiliggesprochen.


