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Die 40 Märtyrer von Sebaste

Im Jahr 313 unterzeichnete Kaiser Konstantin der Große ein Edikt, durch das Christen den Heiden gleichgestellt wurden. Doch sein Mitregent Licinius verfolgte das Christentum weiterhin und versuchte, es auszurotten. In seinem Teil des Reiches führte er sogar in der Armee Säuberungsaktionen durch. In der Stadt Sebaste, die heute in einer der Regionen der Türkei liegt, diente eine Truppe von vierzig Kriegern. Sie alle waren Christen. Die Truppe weigerte sich, den heidnischen Göttern ein Opfer darzubringen. Da ersann der Herrscher eine raffinierte Folter für sie. Es war Winter, es herrschte starker Frost. Die Krieger wurden an das Ufer eines mit Eis bedeckten Sees geführt und ins Wasser getrieben. In der Nähe flackerte freundlich das Licht einer beheizten Badehütte – den Märtyrern genügten wenige Schritte, um sich zu wärmen. Die Krieger ertrugen die Qual tapfer. Erst gegen Morgen hielt es einer nicht mehr aus und rannte in Richtung der Wärme. Kaum hatte er die Tür der Badehütte geöffnet, fiel er tot um. Zu dieser Zeit schlief ein Wächter namens Aglaios nicht. Er blickte auf den See und sah über dem Kopf jedes Märtyrers einen leuchtenden Heiligenschein. Aglaios weckte die Wachen, warf seine Kleider ab und stieg in das Wasser des Sees. „Auch ich bin Christ!“, verkündete er. Am Morgen wurden alle Soldaten von Sebaste und Aglaios hingerichtet. Die Christen begruben die Überreste der Märtyrer in Ehren.

 

 

Der heilige, fromme Fürst Daniel von Moskau

Der heilige, fromme Fürst Daniel von Moskau wurde im Jahr 1261 in Wladimir geboren. Er war der vierte Sohn des heiligen Alexander Newski. Der Junge verlor früh seine Eltern. Im Alter von elf Jahren erhielt er Moskau mit den angrenzenden Gebieten als Lehen. Zu jener Zeit war das Fürstentum Moskau klein und unbedeutend. Doch mit der Zeit festigte und erweiterte Fürst Daniel es. In Zeiten innerer Unruhen trat Daniel oft als Vermittler zwischen verfeindeten Fürsten auf. Niemals griff Fürst Daniel zu den Waffen, um fremde Länder zu erobern. Doch mehrmals stellte er eine Truppe auf, um Moskau zu verteidigen. So errang er im Jahr 1300 einen Sieg über die Truppen von Rjasan und der Horde. Dies war der erste Sieg russischer Truppen über das mongolisch-tatarische Heer. Bald darauf starb Daniils kinderloser Neffe, der Fürst von Perjaslawl, Ioann. Er vermachte seine Ländereien Moskau. So begann der Aufstieg der zukünftigen Hauptstadt des russischen Staates, und der Grundstein für die Vereinigung der russischen Länder wurde gelegt. Im Jahr 1303 erkrankte Fürst Daniil schwer. Vor seinem Tod trat er in das von ihm gegründete Danilow-Kloster ein.

Ikonen der Mutter Gottes, genannt „Die Herrschende“

Das wundertätige Bildnis der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wurde im Jahr 1917 am Tag der Abdankung von Kaiser Nikolaus II. gefunden. Der Bäuerin Evdokija Andrianowa erschien zweimal die Allerheiligste Gottesmutter und wies auf die Kirche im Dorf Kolomenskoje hin, wo eine vergessene schwarze Ikone zu finden sei. Im Keller der Kirche der Himmelfahrt des Herrn wurde eine große, vom Zahn der Zeit verdunkelte Ikone gefunden. Als man sie restaurierte, sah man die Darstellung der Königin des Himmels als Königin der Erde. Die Gottesmutter thronte auf einem Thron, gekleidet in ein Gewand, das an eine königliche Mantie erinnerte. In ihrer rechten Hand hielt sie ein Zepter, die linke Hand ruhte auf einem Reichsapfel, auf dem Kopf trug sie eine Königskrone, umgeben von einem goldenen Heiligenschein. Auf den Knien der Gottesmutter saß der junge Jesus Christus in hellem Gewand, die rechte Hand zum Segen erhoben. Das Zusammentreffen der Erscheinung der Ikone mit der Abdankung des Kaisers sowie die Besonderheiten des offenbarten Bildnisses wurden vom Volk als Symbol gedeutet. Dies ist ein symbolisches Zeugnis für die Übertragung der höchsten königlichen Macht und der Fürsorge für Russland an die Gottesmutter selbst. Die Ikone der Mutter Gottes „Die Herrschende“ wird als wundertätig verehrt.