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Die Heilige Theophanie. Die Taufe unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus

Das Fest der Theophanie (Epiphanie) ist eines der zwölf wichtigsten orthodoxen Feste und eines der ältesten in der christlichen Kirche. Seine historische Grundlage bildet die Taufe Jesu Christi im Jordan während der Herrschaft von Kaiser Tiberius, als Pontius Pilatus Präfekt von Judäa war.

Zu dieser Zeit predigte Johannes, der Sohn des Priesters Zacharias, und rief das Volk zur Buße und symbolischen Reinigung durch die Waschung im Wasser des Jordans auf. Dafür erhielt er den Namen Vorläufer und Täufer. Die Taufe Christi, der keiner Buße bedurfte, war ein Ausdruck seiner Demut und eine Heiligung des Elements Wasser, woraufhin das Wasser für die Christen zum Symbol der Reinigung und der Annahme der Gnade wurde.

Während der Taufe ereignete sich die Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit: Der Sohn wurde getauft, der Heilige Geist kam in Form einer Taube herab und die Stimme des Vaters ertönte vom Himmel. Dieses Ereignis wird von allen vier Evangelisten beschrieben.

Eine Besonderheit des Festes ist die Große Wasserweihe, die am Heiligabend und am Tag der Theophanie selbst vollzogen wird. Die Tradition der Prozession zum Gewässer und das Baden im Eisloch haben symbolischen Charakter und ersetzen weder die Buße noch die kirchlichen Sakramente.

 

 

Liebe Brüder und Schwester, heute Abend (17.01.2026) haben wir keine Gottesdienste.

Die Beschneidung des Herrn

Die orthodoxe Kirche feiert am 14. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn.  

Die Überlieferung des Evangeliums besagt, dass Jesus Christus am achten Tag nach seiner Geburt gemäß dem alttestamentarischen Gesetz beschnitten wurde. Der Ritus wurde für alle männlichen Säuglinge als Zeichen des Bundes Gottes mit dem Stammvater Abraham und seinen Nachkommen eingeführt.

Bei der Durchführung dieses Ritus wurde dem göttlichen Kind der Name Jesus („Retter“) gegeben (siehe Matthäus 1, 21), den der Erzengel Gabriel bereits am Tag der Verkündigung an die Jungfrau Maria ausgesprochen hatte.

Nach der Auslegung der Kirchenväter ließ sich Gott der Sohn beschneiden, um den Menschen ein Beispiel für die strikte Einhaltung der göttlichen Gebote zu geben und damit niemand später daran zweifeln konnte, dass Er ein wahrer Mensch war und nicht, wie einige Ketzer lehrten, nur ein Träger von Scheinfleisch.

Im Neuen Testament wurde dieser Brauch der Beschneidung durch das Sakrament der Taufe ersetzt, dessen Vorläufer er war.