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Einführung in den Tempel der Allerheiligsten Gottesmutter

Die Einführung in den Tempel der Allerheiligsten Herrscherin, unserer Gottesmutter und immerwährenden Jungfrau Maria – so lautet der vollständige Name des Festes, das die Russisch-Orthodoxe Kirche am 4. Dezember (nach dem neuen Kalender) begeht. Es ist das zweite der zwölf großen Marienfeste des Kirchenjahres. Als Zwölf große Feste werden diejenigen Feste bezeichnet, die dogmatisch eng mit den Ereignissen des irdischen Lebens des Herrn Jesus Christus und der Gottesmutter verbunden sind und sich in Herrliche Feste (dem Herrn Jesus Christus gewidmet) und Mariä Feste (der Gottesmutter gewidmet) unterteilen.

Als die Jungfrau Maria drei Jahre alt wurde, verstanden ihre frommen Eltern Joachim und Anna, dass es an der Zeit war, das Gelübde zu erfüllen, das sie Gott gegeben hatten. Nämlich ihre Tochter dem Dienst an Ihm zu weihen. Sie brachten Maria zu den Mauern des Jerusalemer Tempels. Wie es in der Heiligen Überlieferung heißt, stieg die Gottesmutter trotz ihres jungen Alters mühelos die steilen Stufen hinauf. Oben wartete bereits der Hohepriester, um sie zu segnen. Einigen Quellen zufolge war dies der Heilige Zacharias, der zukünftige Vater des Propheten Johannes des Vorläufers.

Zacharias hatte eine Offenbarung vom Herrn erhalten und führte Maria in das Allerheiligste, einen Ort, den nur der Hohepriester betreten durfte, und das auch nur einmal im Jahr. Mit diesem für ihre Zeitgenossen ungewöhnlichen Moment begann der lange, ruhmreiche und schwierige Weg der Mutter Gottes.

Die Jahre vergingen, die Gottesmutter lebte und diente im Tempel. Sie verbrachte ihre Tage im Gebet, studierte die Heilige Schrift – bis zu dem Moment, als sie mit dem rechtschaffenen Josef verlobt wurde.

 

 

Der heilige Apostel Philippus

Der heilige Apostel Philippus wurde in der kleinen Siedlung Bithsaida in Galiläa geboren. Er glaubte an die Prophezeiungen des Alten Testaments, erwartete von ganzem Herzen die Ankunft des Messias und folgte sofort der Predigt Christi. Aus dem Evangelium wissen wir, dass Philippus ein warmherziger und mitfühlender Mensch war. Er sorgte für die Versorgung der Menschen, die dem Erlöser folgten, und begleitete die Griechen, die Christus sehen wollten. Nach der Himmelfahrt des Herrn begab sich der Apostel Philippus wie die anderen Jünger auf Predigtreise. Er reiste viel durch Griechenland und Kleinasien. Überlieferungen berichten von Wundern, die ihn begleiteten. Im Jahr 87 kam Philippus nach Hierapolis, einer Stadt auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Hier wurde der Apostel Philippus am Kreuz gekreuzigt, nachdem er vor seinem Tod Hunderte von Stadtbewohnern zum Christentum bekehrt hatte. Im elften Jahrhundert wurde die Stadt von den Türken erobert. Siebenhundert Jahre später gruben Archäologen die Überreste des prächtigen Hierapolis aus. Und im Jahr 2011 wurde das Grab des heiligen Apostels Philippus gefunden.

 

 

Kathedrale des Erzengels Michael und anderer himmlischer Mächte

Der Erzengel Michael wird Archistrategos genannt, was aus dem Griechischen übersetzt „Oberbefehlshaber“ bedeutet. Der Name Michael bedeutet „Wer ist wie Gott“. Der Überlieferung zufolge war es der Erzengel Michael, der den gegen Gott rebellierenden Engel Luzifer, der zum Teufel wurde, und andere gefallene Engel stürzte. Und zu den übrigen Engelscharen wandte sich Michael mit den Worten: „Lasst uns vor unserem Schöpfer stehen und nichts tun, was Gott missfällt!“ Der Erzengel Michael war an vielen Ereignissen des Alten Testaments beteiligt. So führte er beispielsweise die Israeliten beim Auszug aus Ägypten in Form einer Wolkensäule bei Tag und einer Feuersäule bei Nacht an. Auch in Russland wurde der Erzengel Michael geliebt und verehrt, da man ihn als Beschützer des christlichen Glaubens betrachtete. Es war seine himmlische Hilfe, die die Mongolen und Tataren daran hinderte, Nowgorod einzunehmen. Dem Erzengel sind viele Klöster, Kathedralen, Palast- und Stadtkirchen gewidmet. Auf Ikonen wird der Erzengel Michael als Krieger dargestellt, der den Teufel mit seinen Füßen zertritt. In seiner linken Hand hält er einen grünen Dattelzweig, in seiner rechten ein Speer mit einer weißen Fahne oder manchmal ein flammendes Schwert.